Das Teuerste an der #Wehrpflicht wären die Opportunitätskosten, auch wenn die tatsächliche Entlohnung der Dienstleister (ohne signifikante wirtschaftliche Produktivität) signifikant wäre. (Gendern lass ich weg, bis im GG Wehrpflicht für alle Geschlechter gilt).

Wenn ein Abiturient mit 18. ein Jahr Wehrdienst oder Ersatzdienst leistet, sind die Opportunitätskosten ein Jahr nach dem Studium/Ausbildung weniger, die dieser nicht als Fachkraft arbeiten kann.

Wenn ein Auszubildender mit 16 seine Ausbildung beginnt, mit 19 die Ausbildung beendet und dann ein Wehrpflichtjahr machen muss, sind die Opportunitätskosten noch drastischer: der Ausbildungsbetrieb muss entweder eine Ersatzstelle für ein Jahr finden oder ihn nicht nach der Ausbildung übernehmen. In beiden Fällen verliert der Betrieb Arbeitskraft und die Investion in die Ausbildung und die Volkswirtschaft kann sogar mehr verlieren, wenn der Wehrpflichtdienstleister nach dem Jahr noch mehrere Monate Arbeitssuchend ist.

See: babka